Ausgedehnter Waldbrand, Neubäu - Fronau

B Wald - Brand Wald groß (>1000 m²)

Zum zweiten Einsatz an diesem Mittwoch wird neben den örtlichen Einsatzkräften auch der Löschzug um 19:54 Uhr zu einem gemeldeten Waldbrand nach Neubäu in Höhe des dortigen Bahnhofes alarmiert. Bereits bei der Anfahrt ins Gerätehaus melden mehrere Kameraden eine starke Rauchentwicklung in diesem Bereich. ELW, TLF, LF, WLF mit AB-Wasser, sowie GW-L2 mit Drohne rücken aus. Am Einsatzort ist starker Brandgeruch wahrnehmbar, jedoch kein Feuer. ELW, TLF und WLF erkunden mit den örtlichen Einsatzkräften den weiteren Bereich, die restlichen Kräfte fahren den Bereitstellungsraum beim ehemaligen ADAC-Feriengelände an. Parallel wird mit der Drohne aus der Luft erkundet. Kurz darauf wird die Einsatzstelle korrigiert auf ein Waldstück rund 1 km oberhalb des Neubäuer Bahnhofes in Richtung Fronau. Die Kräfte im Bereitstellungsraum rücken daraufhin an die neue Einsatzstelle an. Starke Rauchentwicklung erschwert zuerst die Lageerkundung, erst mit Hilfe der Drohne wird ersichtlich das sich das Feuer bereits auf eine Fläche von rund 1 Hektar ausgebreitet hat und sich mit einer offenen Flammenfront weiterhin stark ausbreitet. TLF und WLF beginnen daraufhin einen ersten Löschangriff mit mehreren C-Rohren. Die weiteren Kräfte teilen sich nach kurzer Lagebesprechung auf weitere Abschnitte auf, zudem lässt der Einsatzleiter aufgrund der Ausbreitung zahlreiche weitere Feuerwehren mit wasserführenden Fahrzeugen nachalarmieren. Ebenso werden umliegende Landwirte mit Güllefässern in Marsch gesetzt, sowie ein Hubschrauber der Polizei und die Flughelfergruppe aus Thürnstein angefordert. Mit einem massiven Löschangriff von allen Seiten kann zunächst eine weitere Brandausbreitung gestoppt werden. Die Löscharbeiten zeigen sich als Kräftezehrend, die Einsatzstelle befindet sich direkt in unwegsamen Waldgelände, Materialtransport und Löschangriff sind nur durch Muskelkraft möglich, weshalb die Kräfte im weiteren Verlauf regelmäßig ausgetauscht werden. Aufgrund der herrschenden Vegetation flammen immer wieder Glutnester auf, weshalb im weiteren Einsatzverlauf die Vegetationsbrandzüge der Bereiche Roding und Cham nachgefordert werden. Diese öffnen den Waldboden und löschen gezielt Glutnester ab. Überwacht werden die Maßnahmen aus der Luft durch den mitalarmierten Polizeihubschrauber, sowie der Drohne der Rodinger Wehr. Die Feuerwehr Roding wird weit nach Mitternacht Stückweise aus dem laufenden Einsatz gelöst, als letztes Fahrzeug verlässt das WLF nach über 6 Stunden die Einsatzstelle. Tags darauf wird erneut die Brandstelle angefahren und kontrolliert, auch hier zeigen sich noch vermehrte Glutnester im Boden. ELW, WLF mit AB-Wasser und GW-L2 mit Drohne rücken dazu um 7:30 erneut ins betroffene Waldgebiet aus, zudem lässt der Einsatzleiter gegen 11:20 Uhr nochmals weitere Einsatzkräfte nachalarmieren. Die Nachlöscharbeiten ziehen sich hier bis in den Nachmittag, erst kurz nach 15 Uhr kann der Einsatz vorerst beendet werden. Insgesamt sind die Einsatzkräfte an diesen beiden Tagen über 13 Stunden im Einsatz, zuzüglich der noch aufwendigen Reinigungsarbeiten im Feuerwehrgerätehaus.


Einsatzart Brand
Einsatzstart 27. Mai 2026 19:51
Einsatzdauer 13 Stunden
Fahrzeuge Einsatzleitwagen
Tanklöschfahrzeug
Wechselladerfahrzeug
Löschfahrzeug
Gerätewagen Logistik
Abrollbehälter Tank
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Roding Vollalarm
Alarmierungsart Großalarmschleife - Meldeempfänger / Handyalarmierung